MALGRUPPE N "LEBENSKÜNSTLERINNEN" und "FARBENFROH"
 
Die Diagnose Brustkrebs reißt Frauen jäh und ohne Vorwarnung aus ihrer gewohnten Lebenssituation. Ohnmacht, Zukunftssorgen und Ängste scheinen von nun an das Leben zu bestimmen.

Malen kann behilflich sein, neue Hoffnung zu schöpfen, für ein paar Stunden den  Alltag und die Sorgen zu vergessen und somit neuen Lebensmut zu erfahren.  Nicht selten entdecken viele Frauen dadurch ein ungeahntes kreatives Potential.
 

   

Es ist Dr. A. Abdallahs ständiger Sorge um das Wohlergehen seiner Patienten zu verdanken,  dass wir heute auf über sechs Jahre erfolgreiche Maltherapie an seiner Senologischen Abteilung  zurückschauen können. Im Oktober 2003 gründete sich durch die Initiative des Krebsarztes die Malgruppe "Lebenskünstlerinnen" für an Brustkrebs erkrankte Frauen unter der Leitung der Malerin Marita Linke

 
     

Ziele einer Maltherapie


schwer fassbare innere Prozesse anschaubar machen und somit deren bewusste Verarbeitung unterstützen

   psychische Stabilität wieder erfahren und damit Lebensfreude zurückgewinnen

 

den eigenen Emotionen Ausdruck verleihen

 

dieser Prozess kann als weiterer Weg zur Krankheitsverarbeitung erlebbar und nutzbar sein

 

Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl aufbauen

 

in der Gruppenarbeit den Gedanken- und
Informationsaustausch mit anderen
Betroffenen pflegen

 

gemeinsame Veranstaltungen
und  Ausstellungen

 


Marita Linke, Leiterin der Malgruppe
 

 

Marita Linke ist seit sieben Jahren Schülerin des Dipl.-Designers und Mallehrers Eugen Bednarek.

Die Ergebnisse dieses Intensiven Malunterrichtes wurden in mehreren erfolgreichen Ausstellungen präsentiert. Malreisen in südliche Länder vermitteln der Malerin immer wieder neue Inspirationen.

In Ihren überwiegend mit Ölfarben gemalten Bildern  spielt das Licht eine entscheidende Rolle. Es bringt die Farben zum Leuchten und vermittelt eine heitere Atmosphäre.
 

Die "Lebenskünstlerinnen"

     

Die Malgruppe "Lebenskünstlerinnen" trifft sich jeden Dienstag von 11.00 bis 17.00 Uhr in den Räumen der Evangelischen Kliniken in Gelsenkirchen.

Eine Schnupperstunde für Patientinnen der Senologie bieten die Malerin jeden Donnerstag in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr an.

       

Malgruppe "Farbenfroh"

Aufgrund der großen Nachfrage gibt es seit Januar 2007 zusätzlich die Malgruppe "Farbenfroh" unter der Leitung der Künstlerin Sybille Weber

 

 

Ausstellungen

Im Jahr 2009

7. Jahresausstellung Medizin und Kunst vom 11.11.2009 bis 19.01.2010

Lichtblicke

"Anziehend sind sie, diese farbenfrohen und lebenskünstlerischen Bilder, und das wollen sie auch sein: Denn sie haben etwas zu erzählen: eine Geschichte, einen Gedanken, eine Momentaufnahme", mit diesen Worten führt der Krankenhausseelsorger Pfarrer Klaus Bombosch die Gäste in die Ausstellung ein (Rede). Und weiter: "Immer geht es auch um die Suche nach Sinn, nach Glauben, nach Hoffnung – nach den wesentlichen Lichtblicken, die wir in unserem Leben brauchen". Er dankt den 20 Malerinnen für die umfangreiche Ausstellung von 79 Bildern, die die Besucher der Evangelischen Kliniken einladen, in eine farbenfrohe Welt einzutauchen, um sich für einen Moment verzaubern zu lassen.

"Lichtblicke retten die menschliche Seele vor dem Verdursten. Sie sind die Freude auf etwas Schönes" begrüßt Marita Linke, Leiterin der Malgruppe "Lebenskünstlerinnen", die Gäste der Vernissage. 


"Leben leuchtet dann am schönsten, wenn man es mit eigenen Farben malt, gibt es einen treffenderen Spruch für eine Malgruppe?", unterstreicht die Künstlerin diesen Sinnspruch, und sie führt in ihrer Rede weiter aus: " Wir nehmen den Spruch wörtlich und gehen davon aus, dass es sich um jemanden handelt, der die faszinierende Kraft der Malerei auch für sein Leben entdeckt hat. Mit Malerei ist es möglich, existentielle Krisen zu überstehen und wieder zu einem erfüllten Leben zu gelangen."

Henriette Reker, Gesundheitsdezernentin der Stadt Gelsenkirchen, würdigt die Arbeiten der Künstlerinnen und ihre Engagement für die erkrankten Frauen.

Auch Dr. Abdallah betont, die Bedeutung der Maltherapie für die Genesung seiner Patientinnen. Er dankt den Malerinnen: "Liebe Lebenskünstlerinnen, Sie zeigen durch die wunderschönen Bilder nicht nur Mut sondern auch Offenheit im Umgang mit der Diagnose „Brustkrebs“. Damit brechen Sie ein Tabuthema und geben vielen Menschen einen anderen Blickwinkel im Umgang mit dieser Krankheit". (Rede)



 

Flyer zur Ausstellungseröffnung

 

 

 

Im Jahr 2008

6. Jahresausstellung Medizin und Kunst vom 26. 11. 2008 bis 27. 1. 2009

Macht der Farben

Oberbürgermeister Baranowski ist Schirmherr der Ausstellung. Bürgermeisterin Gabriele Preuß überbringt die Grußworte der Stadt Gelsenkirchen. Marita linke, Leiterin der Malgruppe "Lebenskünstlerinnen", und Dr. Abdallah begrüßen die zahlreichen Gäste und danken den Malerinnen für die umfangreiche Ausstellung. Auch Krankenhauspfarrer Klaus Bombosch dankt den Mitgliedern beider Malgruppen im Namen der evangelischen Kliniken dafür, dass sie mit ihren wundeschönen Bildern die Flure des Krankenhauses schmücken.

Flyer zur Ausstellungseröffnung

 

 

 

 

Im Jahr 2007

5. Jahresausstellung "Brustkrebs - Medizin und Kunst" vom 17. 11.2007

Lichtblicke

 

Flyer zur Ausstellungseröffnung

 

 

 

Ausstellung Weibsbilder

mit der Sonderausstellung:
"DienstSchluss - Bilder eines Lebensabschnitts" von Reni Wolf

Ausstellung in der Galerie Zeche Königin Elsabeth in Essen

Vernissage am 9. September 2007 um 16.00 Uhr
Ausstellungsdauer bis zum 23. November 2007
Öffnungszeiten: Mi -Fr. 15. -17.00 Uhr

   
   

Rednerin Marita Linke
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Redner Dr. Abdallah 
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Rednerin Reni Wolf

Der Flyer zur Ausstellungseröffnung

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Jahr 2006

4. Jahresausstellung "Brustkrebs - Medizin und Kunst" vom 10. November 2006

Farb-Töne

 

Das Programm der Vernissage

Im Jahr 2005

Eröffnung der Ausstellung "Brustkrebs - Medizin und Kunst"
Die Ausstellung ist für die Senologie- Malgruppe „Die Lebenskünstlerinnen“ ein wunderschönes Forum, die Bilder des letzten Jahres vorzustellen..

Frau Wolf sagte in einem Interview: “Krankheit zerstört, Malerei erschafft.“ Die Krankheit riss die „Lebenskünstlerinnen“ aus ihrem gewohnten Leben, ließ sie, wie Dr. Abdallah zu einer Patientin bildlich sagte, vom einem Hochhaus stürzen und zwang sie, sich mit ihrem Leben neu auseinander zu setzen. Die Blickrichtung, die Wertigkeit änderte sich.

Lebenskrisen, wie Frau Linke in ihrem Beitrag ausführte, führen häufig zu einer stärkeren Selbstwahrnehmung, zu dem innigen Wunsch, mehr für sich selbst zu tun. Sie wies darauf hin, dass die Malerei eine Möglichkeit ist, durch Kreativität dem Leben einen neuen Sinn zu geben. Die „Malerinnen“ dankten Dr. Abdallah und Frau Linke für diese Möglichkeit der Krankheitsbewältigung.

G. Altenrichter

Rückblick auf zwei Jahre Malgruppe

Zwei Jahre Maltherapie aus der Sicht der Patientinnen